DVD --> SVCD
Im Zuge der Reform des Urheberrechtes möchte ich darauf hinweisen, dass das Anfertigen von Privatkopien von kopiergeschützten Datenträgern verboten ist.
Ich möchte mich zuerst einmal bei MacMercy bedanken, der mit seinen Workshops zum Thema DVD-Konvertierung jenes Thema sehr praktisch und sehr gut zu verstehen beleuchtet hat. Er war Vorreiter in deutschsprachigen Raum, was jenes Thema angeht. Nach langer Mac-Zeit wechselt MacMercy jedoch ins Linux-Lager, so dass ich nun versuche, seine grossartige Arbeit weiterzuführen.
Ich würde mich sehr über Unterstützung bei der Aktualisierung der Workshops freuen, da es doch einige Arbeit ist, 5-6 Workshops aktuell zu halten. Auch über neue Beiträge/Workshops freue ich mich, damit wir MacUser hier eine Anlaufstelle für jenes Thema schaffen können. (webmaster@vevelt.de)
Super-Video CD (SVCD) ist eigentlich kein Standard der Filmindustrie. In Asien entwickelt, stellt er eine günstige Alternative zur DVD dar. Wenn er auch nicht ganz deren Qualität erreicht, schlägt er doch die Video-CD um Längen. Am Mac sind SVCDs nur mit Zusatztools abspielbar, 80% der externen DVD-Player haben aber keine Probleme damit.
Natürlich kann ffmpegX mehr, als nur SVCDs erzeugen:
Product Description: ffmpegX is a Mac OS X GUI to ffmpeg the "hyper fast video and audio encoder"
http://ffmpeg.sourceforge.net
It can decode MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4 (aka DIVX4), VOB, AVI MS-MPEG4 V3 (aka DIVX 3), XviD, WAV, Real Audio, H263(+) (aka RealVideo 1.0), PGM, YUV, PPM, AC3, PCM8/16 bits, mulaw/Alaw, WMA, SUN AU format, MPEG audio layer 2, MPEG audio layer 3, MJPEG and even more formats. This GUI provides quick encoding to DivX, MPEG-1, MPEG-2, MP2, MP3 & AC3. MPEG-2 encoding relies on mpeg2enc component from the mjpegtools package
http://mjpeg.sourceforge.net/MacOS
DivX and XviD encoding and DVD decoding relies on external mencoder component from
http://sourceforge.net/projects/mplayerosx
You can convert DVD, DivX and .mov files to DivX, VCD, CVD, SVCD and DVD. Includes bitrate calculators, a mpeg and DivX splitter for multiple CD burning, and other mpeg tools. Includes support for DVD subtitles encoding as well as SubRip, MicroDVD, SubRip, SubViewer, Sami, VPlayer, RT, SSA, AQTitle, JACOsub and MPsubt subtitles. When encoding to MPEG-1 or MPEG-2 it can author the video as VCD or XVCD (.bin/.cue files for burning with Toast by dropping the .bin into VCD window) or as SVCD, CVD or XSVCD (two .img files to be burned in Toast under Multitrack XA window), or as DVD (/DVD/ folder to be burned in Toast DVD mode and .img file in UDF format for burning in Disk Image app or Toast disk image mode).
If you get "can't open libvorbis.0.dylib" error, download and install again the engines with the ffmpegX engines installer.
benötigte Hardware:
- Lesen: DVD-ROM, Combo oder SuperDrive
- Schreiben: Brenner oder SuperDrive
- CD-Rohling(e)
- mehrere GB Festplattenplatz (min. 5 GB)
benötigte Software:
- OSEx - Rippt die Daten von DVD auf Festplatte
- ffmpegX - All-in-one Konvertierungstool
- VLC (VideoLanClient) - Spielt fast alle Videoformate ab
- Toast Titanium - Das Brennprogramm für den Mac
- VCD Builder - Menü für VCDs / SVCDs (optional)
Inhaltsverzeichnis:
Kapitel 1: Installation
Kapitel 2: Rippen
Kapitel 3: Konvertieren
Kapitel 4: Brennen
Kapitel 5: Authoren (optional)
Bevor wir beginnen: Ich übernehme keine rlei Gewähr für Hard- oder Softwareschäden jeder Art!
Kapitel 1: Installation
us rechtlichen Gründen ist es mir nicht möglich, den mpeg2enc separat zum Download anzubieten oder einen gepatchten Installer. Stattdessen muss man sich jetzt manuell 3 Encoder herunterladen und mit dem ffmpegX beiliegenden engines installer installieren. Wer keine Untertitel braucht, kann die zusätzlichen .pkg weglassen (Näheres dazu im Changelog.rtf):

Also, mit Eurem Browser zu den unten angegebenen URLs gehen und die
Encoder downloaden - dann im Installer mit Locate auswählen und mit
Install installieren. Wer schon ältere Versionen installiert hat,
kann einfach 'drüberbügeln' - wer die Encoder schon bei einer
früheren Installation heruntergeladen hat und jetzt auch
'xvid'-Filme erstellen will muss sich ebenfalls die neueste Version
von mencoder + mplayer herunterladen.
mpeg2enc: http://mjpeg.sourceforge.net/MacOS/ (Optionstaste
halten, 1 Klick auf den Link und 'Link auf Festplatte kopieren'
wählen - eine eventuelle Endung '.txt' vor dem Downloaden löschen.
Dazu sollte man einen Browser nutzen, der auch eine Abfrage zum
Download zulässt - MS IExplorer oder Chimera/Camino fragen wohin
gespeichert und wie die Datei heissen soll - Browser wie Safari
lassen dies nicht zu und beginnen sofort mit dem Download.
Grundsätzlich kann man diesem Problem aus dem Weg gehen, wenn man
im Textprogramm 'TextEdit' unter Einstellungen das Häkchen vor
'.txt-Erweiterung an neue Textdateien anhängen' entfernt.
mencoder + mplayer: http://prdownloads.sourceforge.net/mplayerosx/lastbinary.sit
(Mirror-Server - nehmt einen beliebigen)

Im sich öffnenden Terminal-Fenster Euer Passwort eingeben und mit
der Return-Taste abschliessen:

Jetzt könnt Ihr noch im Finder im Menü Gehe zu/Gehe zum Ordner
kontrollieren, ob die Encoder auch am richtigen Platz liegen - gebt
ein /usr/bin/ und sortiert nach Änderungsdatum:

Kapitel 2: Rippen
Ich habe die DVD 'Matrix' ausgewählt. Legt Eure DVD ein und startet OSEx:

Bitte kontrollieren, ob unter Ti die grösste Datei, sowie ob alle
Kapitel unter Ch aktiviert sind:


Jetzt unter Aud nur den deutschen Ton (DE) im AC3 Format
auswählen:
![]()
Unter Sub alle Untertitel deaktivieren und bei Fmt Prog.Streams
einstellen:


Unter Seg die ganze DVD als eine Datei rippen (Title). Um Fehler in
Sizzle zu vermeiden, muss (!) man noch folgenden Button unter OPTS
aktivieren:


Mit Klick auf BEGIN wird die DVD gerippt und die Streams (Video +
Audio - nur Hauptfilm) ohne Kopierschutz auf der Festplatte
abgelegt :

Kapitel 3: Konvertieren
Startet ffmpegX. Unter Open wählt Ihr das gerade erzeugte .VOB und unter Save as gebt Ihr an, wohin gespeichert wird und wie die Zieldatei heissen soll. Ich nehme immer den selben Ordner, so bleibt alles zusammen und übersichtlich. Bitte nicht auf dem Desktop speichern oder dort die Originale ablegen, auch Leer- und Sonderzeichen in Namen/Pfaden/Festplattennamen unbedingt vermeiden!
Danach erst mal das entsprechende Quick Preset SVCD PAL aktivieren. Standardmässig wird mit einer Video Bitrate von 2500 gerechnet. Auf eine CD passen ca. 40 min. Film - bei einem 90 min. Film benötigt man also 3 CDs. Ich bevorzuge es, eine DVD auf max. 2 CDs aufzuteilen. Mein Player kann das verarbeiten und so habe ich später nur einen CD-Wechsel. Gebt die Länge des Films ein: min keep in - dann die Anzahl und Art der CDs (80min mode-2 = 700 MB Rohling) und lasst Euch mit Calc rate ausrechnen, mit welcher Video Bitrate der Film auf 2 CDs passt. Crop WHXY ist bei SVCDs nicht sinnvoll - man kann hier zwar die schwarzen Balken oben/unten beschneiden, ändert damit aber das Seitenverhältnis - wer will schon eine SVCD, bei der die Gesichter zu Eierköpfen werden. Direktes Rippen von DVD ist mit allen Methoden, die auf dem mpeg2enc-Encoder beruhen, nicht möglich (wohl aber, wenn man mit dem mencoder von DVD in DivX wandelt ):

Im nächsten Menüpunkt Audio wählt Ihr unter Track diejenige, die
OSEx als die deutsche AC3 Tonspur erkannt hat. In meinem Fall war
es 2 (bei Euch kann es anders sein!). Gibt man hier eine falsche
Zahl an, kann ffmpegX weder den Ton umwandeln, noch weitere Daten
schreiben! Bei der Konvertierung geht ein Teil der Lautstärke
verloren - ab der Version 0.0.6a bietet ffmpegX das Feld Audio gain
- hier kann man die Lautstärke anheben und so den Verlust
ausgleichen. Ein Wert von 3 - 6 kommt der Ursprungslautstärke am
nächsten. Da für mich Untertitel kein Thema sind, gehe ich darauf
auch hier nicht ein - wer mehr wissen will, informiert sich durch
Changelog.rtf:

Der nächste Menüpunkt ist Options.Wenn Ihr eine andere Video
Bitrate als den Standard 2500 eingestellt habt, wechselt das
Profile automatisch zu XSVCD - und das ist gut so. Sinnvoll ist
Encode hi freq: bessere Bildqualität bei niedrigen Bitraten. Ab der
Version 0.0.6 bietet ffmpegX auch die Möglichkeit QT decode und
mplayer decode - geschaffen, um Sync-Probleme mit NTSC-Material zu
beheben. Beide Decoder sind definitiv langsamer als mpeg2enc! Wer
also PAL-DVDs konvertieren will und keine Sync-Probleme hat,
deaktiviert QT decode.
Die weiteren Einstellungen sind optional:
• GOP headers = wenn Euer Player Probleme mit schnellem
Vorlauf/Rücklauf hat
• Luminance = Helligkeit
• Saturation = Sättigung
• Sharpness = Schärfe (Standard ist 125)
• Deinterlace = sinnvoll bei Kamera-Import (z.B. aus iMovie)
• Altivec = Macs mit G3 Prozessor bitte deaktivieren
• QMin = Qualitätsverlust abhängig von Menge an Bildinformationen -
kann man gerne verringern, bringt aber unter 4 nicht viel - ab 12
aufwärts zu starker Verlust
• Constant bitrate = vermindert Qualität, verringert dafür die
Datengrösse - wird standardmässig bei VCD angewandt
• Denoise = Störungen entfernen (nur in Verbindung mit verringern
der Sharpness)
• Thread = Dual-Macs aktivieren hier beide Prozessoren.
Noch ein Hinweis: wer 'anamorphes' Material verwendet, sollte
eventuell VOB Letterbox deaktivieren. Ich selbst habe keine DVDs in
diesem Format - einige User berichteten jedoch, dass es sonst zu
einem falschen Seitenverhältnis kommen kann:

Nun noch die Nachbearbeitung unter Tools einstellen. Voreingestellt
ist Split in 3 chunks (3 CDs werden benötigt) - wer im Calculator
für 2 CDs eine niedrigere Rate ausgerechnet hat, aktiviert
Split in 2 chunks:

Mit Klick auf Encode öffnet sich das Terminal und die Umwandlung
beginnt. Der Faktor auf einem iMac G4/800 ist dabei ca. 3.5 - d.h.
für einen 2 Stunden-Film (Bild und Ton) werden etwa 7 Stunden
benötigt (am besten über Nacht). Die Konvertierung kann man im
Terminal mit der Tastenkombination ctrl-z auch pausieren
lassen, gibt man fg ein, geht es weiter .
Als Beispiel habe ich mal einen typischen Terminal-Output (von
einer kurzen Sequenz) hier hinterlegt - wenn der eine oder andere
Probleme hat, kann er ja mal vergleichen.
Mit dem VideoLanClient (VLC) kann man schon während der
Konvertierung die Zieldatei abspielen und testen - bei einer
falschen Einstellung kann man so wertvolle Zeit sparen und
nötigenfalls abbrechen und neu einstellen. Nach erfolgter
Konvertierung sieht der Zielordner ungefähr so aus:

Nur die markierten Dateien werden benötigt, alles andere ist
Ausgangsmaterial oder sind Zwischenschritte.
Kapitel 4: Brennen
Hinweis: Bevor Ihr SVCDs brennt, testet den gesamten Film auf Fehler. Nichts ist ärgerlicher als vermurkste Rohlinge. Auch CD-RW haben sich bewährt - die kann man notfalls löschen.
Startet VideoLanClient , mit Apfel-o wählt Ihr jedes der (grossen) SVCD-Images - mit dem Schieberegler kann man an jede beliebige Stelle springen.
Auf eine SVCD passen ca. 803 MB Daten - auf Grund einer anderen Sektorengröße. Startet Toast Titanium , wählt Multitrack CD-ROM XA , klickt auf Auswählen und zieht die Image-Dateien der 1. SVCD in das kleine Fenster. Achtet darauf, dass das kleinere an oberster Stelle steht. Klickt auf OK , klickt auf Schreiben , Rohling einlegen und los geht's. Mit der 2. (und ggf. 3. CD) verfahrt Ihr entsprechend:

SVCDs bitte mit maximal 4x brennen! Manche DVD-Player kommen besser
mit CD-R Wzurecht. Manche Player spielen allerdings auch gar kein
SVCD ab und manche Player haben auch Probleme, wenn die Bitrate
nicht dem Standard 2.500 entspricht. Infos dazu gibt es unter
http://www.vcdhelp.com/
Kapitel 5: Authoring (optional)
In erster Linie will man eine SVCD nur abspielen und den Film genießen. Mit einem Startbildschirm (Menü) gibt so eine CD aber noch mehr her! Hier bekommt der Betrachter Informationen zum Film - z.B. mit einem Screenshot der besten Szenen des Films. Oder man kann zusätzliche Informationen darstellen - z.B. CD 1 von 2, Format SVCD, Länge des Film(teils) in Minuten oder sich selbst beweihräuchern: Erstellt von Marion Mustermann auf einem iMac. Es gibt 1.000 Möglichkeiten - Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Mit VCD Builder ist das kinderleicht. Alles, was man braucht, ist ein Bild im .JPG Format und SVCD-konforme MPEG2-Dateien. Das JPG erstellt man in einem Grafikprogramm und die MPEG2 Dateien werden von ffmpeg erzeugt (wenn man Zwischendaten erhalten aktiviert hat).
Nach Start von VCD Builder sucht man sich die passende Vorlage:

Danach zieht man das Startbild und den oder die MPEG-Dateien auf
die leeren Vorlagenhalter:

Man sichert sein VCD Builder Dokument und klickt dann auf Brenne
SVCD - die Daten werden überprüft und konvertiert, anschließend
startet Toast automatisch und die SVCD kann sofort gebrannt
werden.
Wer sich intensiver mit VCD Builder auseinandersetzen will, dem
lege ich den Workshop von mesle an's Herz - hier wird viel besser
und intensiver auf die vielen Möglichkeiten des Programms
eingegangen.
Am externen DVD Player erscheint nach Einlegen der SVCD der
Startbildschirm, mit der Taste Play oder Start auf der
Fernbedienung beginnt der Film. Auch mit der Taste 1 kann man den
Film starten.
Schnelles Vor- und Zurückspulen ist möglich, habt Ihr mehrere Filme
auf einer CD kann man sie mit der Kapiteltaste oder durch Eingabe
der entsprechenden Zahlen anwählen.
Wer schon SVCDs erstellt hat und sich nun ein Superdrive gegönnt
hat, kann seine SVCD-Filme auch auf DVD bringen und abspielen (wenn
der DVD-Player dieses nicht ganz konforme Format unterstützt).
Einen Workshop dafür findet ihr auch bei mir.